Schwefeldioxid flüssig SO2
Flüssigschwefel

Imkerei und Bio-Imker geeignet!
Imkerbedarf Ehrendingen Widmer Markus

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Keine Brandgefahr!
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02.01.2012
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Allgemeine Hinweise
Den Verunglückten aus dem akuten Gefahrenbereich herausbringen. Selbstschutz des Ersthelfers
beachten. Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit, Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage.
Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen und sicher entfernen. Vor Wärmeverlust
schützen (zudecken, nicht aufwärmen). Den Betroffenen ruhig halten, jede Anstrengung vermeiden.
Psychologische Betreuung leisten. Betroffenen nicht unbeaufsichtigt lassen.
Nach Einatmen
Betroffenen an die frische Luft bringen. Betroffenen in Ruhelage bringen und warm halten.
Ehestmöglich Ventolaer tief einatmen lassen: 2 Hübe. Bei Atembeschwerden Sauerstoff geben.
Bei Schwefeldioxid- Einwirkung im Freien: Gefahrenzone möglichst quer zur Windrichtung
verlassen! Transport eines Verunfallten im Liegen, nur bei Atemnot in sitzender Haltung.
Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt
Verunglückten aus der Gefahrenzone entfernen. Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen und
sicher entfernen. Sofort abwaschen mit: Wasser. Liegen extrem hohe Konzentrationen vor
(z.B. durch Explosion des verflüssigten Schwefeldioxids in Kühlanlagen, Behältern) können
durch die stark abkühlende Wirkung der verdunstenden Flüssigkeit Erfrierungen der benetzten
Körperpartienpartien auftreten. Dann mit viel Wasser mindestens 10 Minuten spülen, eventuell
angefrorene Kleidung erst nach reichlicher Spülung (Auftauen) entfernen.
Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Augenkontakt
Bei Berührung mit den Augen sofort bei geöffnetem Lidspalt 10 bis 15 Minuten mit fließendem
Wasser spülen. Unverletztes Auge schützen. Keine neutralisierenden Substanzen
(Alkalien) anwenden, da dadurch noch viel schwerere Schäden entstehen können
Augenarzt aufsuchen.
Nach Verschlucken
S
ofort Mund ausspülen und reichlich Wasser nachtrinken. Kein Erbrechen herbeiführen. ErstesBehandlungsziel: Rasche Verdünnung des SO2 auf den Schleimhäuten zur Begrenzung der gewebszerstörenden Wirkung
Sofort Arzt hinzuziehen
Selbstschutz des Ersthelfer
Ersthelfer: Auf Selbstschutz achten!
Hinweise für den Arzt (Symptome, Gefahren, Behandlung)
Symptomatik der akuten Vergiftung
Augen:
B
rennen, Tränenreiz; bei Einwirkung als verflüssigtes oder hochkonzentriertes Gas. Trotzanfangs oft nur geringer Schmerzen/Sehbeschwerden Entwicklung von Konjunktivitis, permanenten
Hornhautschäden, evtl. Symblepharon.
Hinweise für den Arzt (Symptome, Gefahren, Behandlung)
Symptomatik der akuten Vergiftung
Augen:
Brennen, Tränenreiz; bei Einwirkung als verflüssigtes oder hochkonzentriertes Gas. Trotz
anfangs oft nur geringer Schmerzen/Sehbeschwerden Entwicklung von Konjunktivitis, permanenten
Hornhautschäden, evtl. Symblepharon.
Ingestion:
Verätzungen kontaktierter Schleimhäute und Folgewirkungen (akute Herz-Kreislauf-Reaktionen);
durch freigesetztes Gas auch Atemwegschädigung (s.o.; vor allem Gefahr von Glottisödem,
Laryngospasmus, Lungenödem) Resorption: keine Resorptivwirkung bekannt.
Hinweise zur ersten ärztlichen Hilfe
Nach Einwirkung von konzentriertem oder verflüssigtem Gas am Auge ist nach Ersthilfe
(Spülung, evtl. Schmerzbekämpfung) - auch bei geringen Beschwerden - eine Weiterbehandlung
durch einen Augenarzt schnellstmöglich erforderlich. Betroffene Hautareale anhaltend
mit Wasser spülen. Kontakt mit Flüssiggas wird neben Behandlung der lokalen Verätzung oft
vordringlich Maßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen im Atemtrakt erfordern (s.u.).
Nach Inhalation von konzentriertem Gas bzw. Anzeichen von Atemwegsreizungen ist Applikation
von Glucocorticoiden (inhalativ/i.v.) und Sauerstoff-Gabe indiziert. Erforderlichenfalls
alle weiteren Maßnahmen der Lungenödemprophylaxe. Bald auch Pneumonieprophylaxe. Bei
Bronchospasmen Bronchodilatatoren verabreichen. Ateminsuffizienz/ Glottisödem (Stridor!)
können Intubation, Beatmung, in schweren Fällen Frühtracheotomie erfordern. In jedem Fall
Herz-Kreislauf- und Lungenfunktionsparameter überwachen, bald auch Röntgen-Thorax-
Aufnahme. Bei Verschlucken (evtl. als ölige Lösung oder Flüssiggas) nach Mundspülung
Wasser in mäßigen Mengen verabreichen. Kein Erbrechen induzieren, keine A-Kohle verabreichen.
Möglichst frühe Glottisödemprophylaxe mit Glucocorticoiden; erforderlichenfalls
frühe (nasale) Intubation. Die Sicherung vitaler Funktionen steht im Vordergrund. Bei Hypotension
werden in der ersten Phase die Injektion von Vollelektrolytlösung und flache Lagerung
empfohlen. Unter stationären Bedingungen ist zu erwägen, über eine dünne, flexible Magensonde
(unter Sicht oder nach Inspektion gelegt) Mageninhalt abzusaugen. Entscheidung je
nach Vergiftungssituation/Befunden (Perforationsgefahr beachten!, Magenspülung wird aus
diesem Grund nicht empfohlen).